Dienstag, 25. Dezember 2012
Das liebe Gott?
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Dr. Kristina Schröder (35, CDU) - ist laut "Die Zeit" der Meinung, der Artikel spiele bei Gott keine Rolle und man könne anstatt "der Gott" auch "das Gott" sagen. Auf die Frage eines kleinen Mädchen, warum alle zu "dem lieben Gott beten, nicht zu der Gott", antwortete Schröder, dass der Artikels nichts zu bedeuten habe und man auch "das liebe Gott" sagen könnte.
Frau Dr. Schröder ist Mitglied der christlich-demokratischen Union. Als (evangelisch-lutherische) Christin sollte sie das Kreuzzeichen der Dreifaltigkeit (>> Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes <<) kennen. In dieser Aussage wird Gott als DER Vater, DER Sohn und DER Heilige Geist dargestellt. Das hat Frau Dr. Schröder nicht beachtet. Sollte Gott in der Sprache einen Artikel haben, so kann es nicht "das" und muss es "der" sein.
Allerdings ist Gott weder männlich noch weiblich noch sachlich. Um den Leiter des Kommissariats der katholische Bischöfe in Berlin, Prälat Karl Jüsten, zu zitieren: "Die Frage der Geschlechtlichkeit stellt sich bei Gott nicht. Es ist nur Gott."

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